hårkan

Tag 1     Von Hamburg nach Grunnerud
Um 6 Uhr stehen wir auf. Um 7 Uhr haben wir uns schließlich genug Kaffee zugeführt, um dem Tag frisch und fröhlich entgegen zu sehen. Es kann losgehen!
Von Hamburg aus werden wir auf dem Landweg bis zum schwedischen Ort Grunnerud am Stora Le fahren. Dort liegt die Kanuzentrale Scandiatrail, im Dalsland/Värmland Kanurevier. Wir sind hier für einen Tag mit Freunden zum paddeln verabredet, bevor es weiter in Richtung Östersund und zu unserem eigentlichen Ziel, dem Fluss Hårkan, geht.

 

Auf Fehmarn nehmen wir die Fähre Puttgarden – Rødby und durchqueren Dänemark. Dann geht es über die gigantische Öresundbrücke rüber nach Schweden.

In Halmstad machen wir eine ausgiebige Pause. Das Wetter kann man sich schöner nicht wünschen. Wir bummeln durch die schmalen Gassen, essen Eis und trinken Kaffee. Frank beschließt, sich noch schnell einen Haarschnitt verpassen zu lassen, um für die nächsten drei Wochen Outdoorleben gewappnet zu sein. Um 21 Uhr kommen wir in Grunnerud an. Annika und Wolfgang, die Besitzer des Camps, bereiten uns einen herzlichen Empfang. Die erste Etappe haben wir geschafft. Nachdem wir uns an der Bucht des Camps mit Broten und einem Glas Wein gestärkt haben, bauen wir im mittsommerlichen Halbdunkel gegen Mitternacht das Zelt auf.



In der Bucht von Grunnerud stapelt sich das Gepäck. In der Bucht von Grunnerud stapelt sich das Gepäck.

Tag 2       Ein Paddeltag in Värmland
Es ist der 24. Juni 2009. Heute treffen wir uns mit Antje und Peter auf Trollön, einer Insel im Stora Le. Auf ihrer diesjährigen Schwedentour hatten sie auf dem Hinweg bei uns in Hamburg übernachtet und sich spontan zu dem Kanu-Tripp in diesem Gebiet entschlossen. Nun sind die Beiden schon eine Woche auf dem Stora Le und dem Foxen unterwegs gewesen, heute ist ihr vorletzter Urlaubstag.

 

Da der Vindskydd auf der schwedischen Seite von Trollön belegt ist, er ist noch recht neu und wesentlich hübscher, nehmen wir mit dem alten Lagerplatz auf der norwegischen Seite der Insel vorlieb. Es ist halb zwei Uhr und von unseren beiden Freunden ist noch nichts zu sehen. Mit dem Ausladen unseres Bootes wollen wir noch warten, um die endgültige Lagerplatzwahl gemeinsam abzustimmen. Das Wetter ist grandios und ich vertreibe mir die Zeit damit, ein Bad zu nehmen.

 
Gegen 14 Uhr kommen Antje und Peter auf Trollön an. Der Platz gefällt ihnen und so entladen wir in Teamarbeit unsere beiden Kanus und bauen die Zelte auf. Später sitzen wir am Vindskydd und kochen Mittagessen. Derzeit gibt es hier extrem viele hungrige Mücken und Knott. Auch auf Trollön treiben sie in Massen ihr blutrünstiges Unwesen. Die Flaschen mit den diversen Mückenmitteln sollten an diesem Tag noch oft kreisen.


Die Nächte im Juni sind lange hell. Antje und Peter haben noch keine Mitternachtsfahrt mit dem Kanu gemacht. Also nehmen wir am späten Abend die Boote und paddeln auf den rosig angehauchten Stora Le. Es ist völlig windstill. Das Springen der Fische, die nach Beute haschen, das rhythmische Plitsch-Platsch unserer Paddelschläge und die melodischen Rufe der Prachttaucher sind jetzt die einzigen Geräusche. Wir sind schon oft nachts gepaddelt, aber dieser ganz besondere Zauber aus Stille und der unbeschreiblichen Schönheit der Natur, geboren aus Licht, Wasser und den scharfen Konturen der Landschaft beeindrucken uns immer wieder aufs Neue. Zurück am Lagerplatz wird es bereits wieder heller. Wir setzen uns nochmal zusammen und trinken einen Becher Wein. Dann kriechen wir in unsere Zelte. Morgen ist auch noch ein Tag.



Nachtfahrt auf dem Stora Le Nachtfahrt auf dem Stora Le
Am Vormittag frischt auf den Seen der Wind auf. Am Vormittag frischt auf den Seen der Wind auf.
Auspacken, einpacken und das Vorwärts und Rückwärts ist die Essenz eines Outdoor-Urlaubs. Auspacken, einpacken und das Vorwärts und Rückwärts ist die Essenz eines Outdoor-Urlaubs.

Tag 3    Von Grunnerud nach Orsa

Ordentliche Böen peitschen über den Stora Le. Paddelbar auf jeden Fall, aber anstrengend wird es werden. Nach dem Frühstück und der zweiten Kanne Kaffee beginnen wir zu packen und beladen die Boote. Dann trödeln wir rum, die Wellen sind fast schon zu hoch und der Gegenwind macht die Fahrt nach Grunnerud auch nicht verlockender. Es werden Felsen mit Seeblick erklommen, mit dem Fernglas die Lage gepeilt, kurz Zeit geschunden. Dann scheint der Wind nachzulassen und wir nutzen die Gunst der Stunde zum Start. Wie meistens ist alles halb so wild, wenn man erst einmal unterwegs ist. Nach eineinhalb Stunden ist das Ziel erreicht. Antje und Peter sind in Gedanken schon beim losfahren.

Kurz nach uns landet eine Schweizer Schulklasse in der Bucht des Camps. Zum Glück haben wir die Kanus und unser Gepäck schon aus der Schusslinie gebracht. Wenn man selber noch beim Ausladen ist, ist es ein durchaus zweifelhaftes Vergnügen, von einer Gruppe überrollt zu werden. Man muss aufpassen wie ein Schießhund, damit das eigene Gepäck nicht zum falschen Lagerplatz mitgenommen wird. Aber in diesem Fall sitzen wir gemütlich in Mitten unseres Geraffels und beobachten amüsiert die Ameisen gleichen Aktivitäten der Jugendlichen. Irgendwann ruft der Lehrer seine Klasse zusammen und ermahnt sie, sich im Camp ordentlich zu verhalten. Frank bekommt spontan einen Fotoapparat in die Hand gedrückt, um noch schnell ein paar Erinnerungsfotos von der ganzen Klasse + Lehrer zu schießen.

Dann beladen wir die Autos, für Antje und Peter geht es zurück nach Hause. Frank und ich starten in Richtung Östersund. Unser heutiges Etappen-Ziel ist ein kleiner Campingplatz in Orsa. Den erreichen wir gegen 22 Uhr. Merkwürdiger Weise ist der Platz noch nicht sehr voll, obwohl es bereits Hochsaison ist. Schnell ist das Zelt wieder aufgebaut.

Kirche in Mora Kirche in Mora

Tag 4    Von Orsa nach Östersund/Lit

Um 18 Uhr erreichen wir Lits Campingplatz. Immer noch herrscht Bullenhitze. Erfreut hören wir, dass die hiesige Mückenpopulation in Richtung normal tendiert. An der Rezeption planen wir mit Ove, dem Betreiber des Platzes, die Kanu-Tour und vereinbaren für den morgigen Tag den Shuttle an den oberen Teil des Hârkan, Richtung Norwegen. Es soll um 9 Uhr losgehen. Zu früh für meinen Geschmack, aber was soll es. Wir werden das Gepäck für die 5-tägige Tour noch heute Abend zusammenstellen. In Orsa hatten wir die Taschenlampen nicht mehr gebraucht. Hier in der Höhe von Östersund ist es noch heller. Also streiche ich die Lampen in Gedanken von der Packliste.


Mit dem Auto fahren wir über den Campingplatz ans Ufer des Hârkan, der rechter Hand an der Mündung zum gewaltigen Indalsälven gelegen ist. Während Frank das Zelt aufstellt, stelle ich die Ausrüstung für die Tour zusammen. In Anbetracht des heftigen Gewichtes der Fresskiste, brutzeln am heutigen Abend die „schweren“ Fertig-Rösti in der Pfanne. Dazu gibt es Kräuterquark und Salat mit Paprika und Tomate. Zum Nachtisch rücke ich eine Dose Pampelmusen-Kompott raus, die wir zusammen mit Joghurt verputzen. Ein dekadentes Wildnismahl!


Lits Campingplatz ist erheblich belebter, als der in Orsa. Direkt an der E 45 gelegen, erfreut er das geneigte Ohr seiner Bewohner mit dem gleichmäßigen Rauschen der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Für die meisten Besucher ist der Platz nur Durchgangsstation auf dem Weg in den hohen Norden. Die Sanitäranlagen versprühen den Charme einer 70er Jahre-Kaserne und amüsiert bemerken wir, dass die gigantischen Klopapierrollen in den Toiletten festgekettet sind. Normalerweise hantiert man auf schwedischen Campingplätzen mit lästigen Duschmünzenautomaten herum. Die Münzen haben die verheerende Angewohnheit den seifigen Fingern im unpassenden Moment zu entschlüpfen, schlimmsten Falls kullern sie bis in die besetzte Kabine nebenan und finden einen Weg in den dortigen Abfluss oder gehen zur Neige, just, wenn man gründlich eingeseift ist. So hässlich die hiesigen Duschen sind, man darf sie ohne Münzen benutzen, was ich am späten Abend auch ausgiebig tue.

Lits Camping. Lits Camping.

Tag 5    Hårkan: Von Lit zum Hotagen See

Es wird etwas hektisch an diesem strahlenden Morgen. Um 9 Uhr soll der Shuttle zum oberen Teil des Hårkan losgehen. Schon jetzt ist es bullig heiß und der Wetterbericht für heute verspricht wieder die 30 °C-Marke zu knacken. Trotz guter Vorbereitung bleibt noch einiges zu tun. Zelt abbauen, Iso-Matten entlüften, rollen und verpacken, Schlafsäcke lüften und anschließend in die winzig kleinen Beutel stopfen. Fresskiste auf: Kocher raus, Kaffee kochen, Frühstücksbrote schmieren. Danach alles wieder retour. Geschirr und Besteck abwaschen, Kocher auseinanderbauen, die Lebensmittel wassergeschützt verpacken und alles in der Fresskiste verstauen. Dabei verstreichen gut eineinhalb Stunden. Dann steht unsere Ausrüstung kompakt neben den Kanus. Es ist inzwischen 8.50 Uhr und der Gemahl beweist Nerven. Tolldreist, wie er ist, will er; O-Ton Frank: „Schön genussvoll duschen gehen.“ Himmel gib mir Kraft!

 

Lits Campingplatz Lits Campingplatz

Während Frank seinen Sauberkeitsritualen frönt, gebe ich die vollen Gaskartuschen, die wir nicht mitnehmen, in der Rezeption ab. Nicht, dass uns die Dinger im geparkten Auto hochgehen. Von Ove, der uns heute 90 Kilometer flussaufwärts fahren will, noch keine Spur. Han framme snårt! Er kommt gleich, ist die Auskunft des Mitarbeiters. Als Ove schließlich kommt, hat er noch einiges zu erledigen und wir somit wieder viel Zeit. Gegen 10.30 Uhr sind Kanu und Gepäck endlich auf und im Defender verstaut und es kann losgehen.

 

Der Defender ist ein heißes Teil, so einen hätte ich auch gerne! Der Defender ist ein heißes Teil, so einen hätte ich auch gerne!

 

Auf der Fahrt zum Hotagen erzählt Ove uns allerlei aus seinem Leben und davon, dass er bereits eine Musik-CD mit schwedischer Folklore herausgebracht hat, die langen Winterabende lassen einen kreativ werden, und davon, dass seine Söhne evtl. das Camp weiterführen sollen, aber er weiß noch nicht, ob sie es wirklich wollen, usw., usw. Nach zwei knappen Stunden Fahrt über einsame, staubige Pisten erreichen wir die Einsatzstelle. Das letzte Stück des steilen Pfades, rumpelt der Defender in Zeitlupentempo zum Wasser hinunter. Am Gammel Alviken, einer Bucht des Hotagen (See) endet die Fahrt. Die Sonne brennt gnadenlos auf uns herunter und beim Entladen des Autos schlucken wir jede Menge Staub. Und dann sind wir plötzlich allein, Irgendwo im Nirgendwo. Auf der Piste über uns quält sich der schwere Geländewagen, eine gigantische Staubwolke hinter sich lassend, zurück in Richtung Zivilisation. An der Straße bemerken wir Tierspuren und Losung. Es war wohl ein Elch.

 

Ein prickelndes Gefühl, gleich Mutterseelenallein im Nirgendwo zu sein. Ein prickelndes Gefühl, gleich Mutterseelenallein im Nirgendwo zu sein.

 

Vor uns liegen jetzt 90 km, die wir den Hårkan flussabwärts paddeln werden. Wir hocken uns auf einen Felsen am Ufer und rauchen erstmal eine Zigarette, um über diesen fast unwirklichen Moment hinweg zu kommen. Zu unseren Füßen dümpelt der rote Canadier in den glitzernden Wellen. Die Hitze macht träge, aber hier können wir nicht bleiben, es gibt leider keinen Platz, um das Zelt aufzustellen. Wir demonstrieren also gezwungenermaßen Sportsgeist, laden das Gepäck ins Boot und paddeln aus der Bucht.

 

Ein prachtvoller Anblick belohnt uns. In der Ferne leuchten die schneebedeckten Bergspitzen Norwegens mit schneeweiße Schäfchenwolken vor einem azurblauen Himmel um die Wette. Aber lange können wir den schönen Ausblick nicht genießen. Der Wind auf dem offenen See ist nicht von schlechten Eltern und wir müssen ganz schön ackern, um auf der anderen Seite in den Windschatten zu gelangen. Und der Wind legt noch mal einen drauf, nach einer Dreiviertelstunde geben wir erstmal auf und retten uns auf eine kleine Landzunge. Oben an Land zieht es mächtig, aber im Notfall könnten wir hier das Zelt aufbauen und den Sturm abwarten.

 

In der Minibucht unten an der windgeschützten Seite kochen wir Kaffee und stärken uns mit einem Müsliriegel. Hier am Boot ist der einzige Platz, an dem man zur Zeit nicht fortgeweht wird. Allmählich wird uns langweilig und so erkunden wir die Gegend. Wir sind nicht die ersten, die hier Halt machen. Schmale Trampelpfade führen durchs Heidelbeerkraut in den Wald, die meisten enden im Nichts. Aber einer der schmalen Wege hält eine kleine Überraschung parat. Ein hübscher kleiner Bachlauf plätschert munter aus mehreren Metern Höhe über bemooste Felsbrocken in den See.

 

Irgendwann lässt der Wind ein bischen nach, nicht genug, um angenehm zu paddeln, aber genug, um es wenigstens zu versuchen. In der Hoffnung, nicht zu voreilig einen brauchbaren Lagerplatz zu verlassen, steigen wir ins Kanu. Laut Karte ist auf einer der Inseln, die wir schon in der Ferne sehen können, eine Windschutzhütte. Wir haben Wind und Wellen im Rücken und steuern die Inselgruppe in spitzem Winkel an. Zwar verlassen wir früh die sichere Ufernähe, können aber vermeiden, die Wellen seitlich abzubekommen, was zu einer Kenterung führen könnte.

 

Glücklich erreichen wir die kleine Insel mit der Schutzhütte. Heute haben wir nur 7 oder 8 km geschafft, aber der Platz ist sehr schön und so beschließen wir zu bleiben. Es gibt eine einzige Stelle am anderen Ende der Insel, an dem wir unser Zelt aufstellen können. Am späten Abend, die Sonne scheint noch taghell, genießen wir das Lagerfeuer am Vindskydd. Und weil wir heute beide zu faul sind richtig zu kochen, garen wir Folienkartoffeln in der Glut, die wir mit Butter und Kräuterquark verputzen. Obwohl der Wind inzwischen zu einem sanften Lüftchen geworden ist, gibt es kaum Mücken, das wissen wir sehr zu schätzen! Ein Motorboot, mit zwei ältern Herren an Bord, zieht leise tuckernd seine Kreise auf dem See. Der fantastische, lange Sonnenuntergang ist unsere finale Freude an diesem ersten Tag auf dem Hârkan. Nach dem obligatorischen Becher Wein bauen wir noch schnell das Zelt auf und kuscheln uns zufrieden in die Schlafsäcke.

 

Mitten im Hotagen liegt die Insel mit der Schutzhütte. Mitten im Hotagen liegt die Insel mit der Schutzhütte.
Klassischer Wurscht-Griller. Klassischer Wurscht-Griller.

 

 

Tag 6    Hårkan: Vom Hotagen zum Lövsjön

Eigentlich wollten wir ganz früh aufstehen, um die morgendliche Flaute zu nutzen. Wenn das Zelt in der prallen Sonne gestanden hätte, wären wir auch schon sehr früh aus dem Zelt gekocht worden. Aber das Zelt steht im kühlen Schatten der Kiefern und so haben wir gerne und angenehm verschlafen.

 

Bis wir genug Kaffee intus haben, um uns mit ernsten Dingen wie der Körperhygiene und dem Zeltabbau zu befassen, ist es bereits 11 Uhr. Um 13 Uhr ist alles Im Boot verstaut und wir verlassen die kleine Insel. Zu dem Motorboot von gestern Abend hat sich ein zweites gesellt. Wildnis und Einsamkeit sind gut, dass ein paar Menschen in der Umgebung sind, finde ich hier, in diesem sehr dünn besiedelten Teil Schwedens doch recht beruhigend.

 

Wie so oft ist Vormittags Flaute auf dem See, gegen Mittag nimmt der Wind oft zu. Wie so oft ist Vormittags Flaute auf dem See, gegen Mittag nimmt der Wind oft zu.

 

Gut 8 km des Hotagen sind noch zu paddeln, bevor wir die erste Umtragestelle erreichen werden. Heute ist ein windstiller, glühend heißer Tag. Mitten auf dem See lassen wir uns treiben und genießen noch mal den traumhaften Panoramablick zurück auf die norwegischen Berge. Links am Ufer steigt eine feine Rauchsäule aus dem Wald auf. Laut Ove, dem Kanu-Verleiher, ist dieses Ufer des Hotagen nicht besiedelt. Wir überlegen, ob das ein Lagerfeuer sein kann?

 

Eine Stunde später legen wir an einer kleinen Kiesbucht an. Kurz baden, einen Snack essen und ein bischen im Schatten sitzen. Die norwegischen Berge liegen jetzt hinter der Biegung des Sees, aber wir bemerken die Rauchsäule, die deutlich an Größe zugenommen hat. Durch das Fernglas ist ein alarmierender, oranger Schein im Zentrum der Qualmwolke zu erkennen. Frank ruft auf dem Campingplatz an und meldet den Waldbrand. Wahrscheinlich haben auch die Schweden aus den zwei Motorbooten Alarm geschlagen, denn eine sich schnell bewegende Staubfahne in Richtung Rauchsäule lässt vermuten, dass sich jemand um den Brand kümmert.

 

 

Nun ist es klar, da brennt kein Lagerfeuer ... Nun ist es klar, da brennt kein Lagerfeuer ...

 

Wir erreichen die erste Umtragestelle, ein Kraftwerk, am Ausgang des Hotagen. Ausstieg auf der linken Seite. Dem einsatzfreudigen Kanuten stehen zwei Möglichkeiten zur freien Auswahl, beide mit Schweiß und hartem Einsatz verbunden.

 

Variante 1: Man rollert das Kanu, samt Gepäck und via Bootswagen auf einer Straße 1500 Meter entlang und hat so das Kraftwerk und einen nicht paddelbaren Wasserfall überwunden.

Variante 2: Man umträgt die ersten 100 Meter, paddelt nach dem Kraftwerk ein gutes Stück und umträgt ein zweites Mal, am Wasserfall, dort sind es knappe 250 Meter.

 

Die Sonne glüht auf uns herunter. Frank dürstet es nach Abenteuer, er will unbedingt die Strecke zwischen Kraftwerk und Wasserfall paddeln. Da mir die Aussicht 1,5 Kilometer auf der Strasse Staub zu fressen auch nicht behagt, stimme ich Variante 2 zu, trotz verschiedener Bedenken.

 

Rechts vor dem Kraftwerk befindet sich, auf einer Landzunge, eine Schutzhütte. Rechts vor dem Kraftwerk befindet sich, auf einer Landzunge, eine Schutzhütte.
Der Ausstieg ist links, in Höhe des kleinen Häuschens. Der Ausstieg ist links, in Höhe des kleinen Häuschens.
Auf der Landzunge hinten links kann man das Kanu wieder einsetzen. Auf der Landzunge hinten links kann man das Kanu wieder einsetzen.

 

Ca. 100 Meter geht es auf einem schmalen Pfad über Stock und Stein. Wir haben uns angewöhnt, den Weg ersteinmal ohne Boot mit einem Teil des Gepäcks abzulaufen. Danach entscheiden wir, ob wir das restliche Gepäck auf einen Schlag im Boot und auf dem Kanuwagen transportieren oder ob wir lieber nochmal etwas Gepäck einzeln tragen. Manche Wege sind so schlecht, dass man alle Nase lang Boot und Wagen über irgendwelche Wurzeln heben muss.

 

Aber wir müssen nicht extra laufen und karren das Kanu mit dem Bootswagen zur Einsatzstelle hinter dem Kraftwerk. Hier herrscht flotte Strömung. Das Wasser schäumt und sprudelt, auf den ersten Metern, um eng zusammenstehende Hindernisse. Zwei Schweden, vielleicht Vater und Sohn, beobachten uns interessiert und wir hoffen insgeheim, dass wir unseren Unterhaltungswert bei den Beiden nicht noch durch eine ungewollte Kenterübung steigern. Nachdem wir auf den ersten beiden Metern prompt zwischen zwei Steinen stecken bleiben und danach vier aufregende Meter das beladene Kanu hinter uns herschleifen müssen, weil das Wasser zu flach ist, geht alles bestens. Übrigens haben uns tausende, stechwütige Mücken bei der Umtrage-Aktion zu Höchstleistungen angetrieben.

 

 

Es folgt entspanntes Wildwasser Stufe 1 – 2. Viel zu schnell erreichen wir den Wasserfall. Auf der linken Seite sieht man schon die Aussatzstelle, das warnende Rauschen des Wassers hatten wir schon einige Zeit vorher gehört. Nun folgt "die Mutter aller Umtragen" dieser Tour.

 

Als wir beladen mit den ersten Gepäckstücken den Weg erkunden, staunen wir nicht schlecht. Dieser sehr schmale Trampelpfad hat es in sich. Nach rechts fällt das Ufer steil zum Fluss ab, wenn da was runterfällt ... überall knochige Wurzeln, tiefe Schlammlöcher und kleine Bachläufe, die provisorisch mit zwei schmalen Brettern für die Bootswagen überbrückt wurden und natürlich jede Menge Mücken und Knott. Na, tolle Wurst. Wir beschließen, uns nicht mehr Stress als nötig zu machen und erst das Gepäck und danach das völlig leere Kanu zur Einsatzstelle zu befördern. Schön langsam und konzentriert, lieber einmal mehr gehen. Die knapp zwei Kilometer Landstraße zu gehen, hätte deutlich weniger Arbeit gemacht! Aber erstens hilft Jammern jetzt nicht und zweitens ist es ein schönes Abenteuer, wenn es erstmal überstanden ist.

 

Neben dem Trampelpfad brodelt der Fluss über mehrere Stufen Neben dem Trampelpfad brodelt der Fluss über mehrere Stufen

 

An der Schutzhütte in der Nähe der Einsatzstelle, mit Traumblick auf die herbe Schönheit des Wasserfalls, haben sich zwei Fliegenfischer, direkt am Vindskydd, mit ihrem Zelt etabliert. Wir kommen mit den beiden ins Gespräch. Das ist jetzt ihr Männer-Urlaub, lassen sie uns wissen. Mit ihren Frauen waren sie letzte Woche in Göteborg zum Bummeln gewesen. Frank hätte Glück mit mir, eine Frau die Wildnistauglich ist, super!

Einer der Schweden zerlegt gerade seinen Fang, ein Prachtexemplar von einem Saibling. Der andere bemüht sich um das Lagerfeuer und genießt dabei ein Bierchen. Schade, für unser Zelt ist kein Platz mehr, mit den beiden Schweden wäre es sicher ein lustiger Abend geworden. Aber in Anbetracht der vielen Mücken verschmerzen wir diesen herben Verlust schnell.

 

Immer noch ist es taghell. Die für den heutigen Tag geplante Strecke haben wir hinter uns gebracht. Ab jetzt werden wir uns langsam nach einem hübschen Platz für die Nacht umsehen.

 

Trotz des warmen Wetters ist das Wasser eiskalt. Trotz des warmen Wetters ist das Wasser eiskalt.
Schnell sind wir in ruhigem Fahrwasser, an der Einmündung in den Lövsjön. Schnell sind wir in ruhigem Fahrwasser, an der Einmündung in den Lövsjön.

 

Weiter geht es über eine kleine Schnelle des Hårkan hinein in den Lövsjön. In einer kleinen Bucht am Anfang des Sees beobachten wir einige Rentiere. Gemütlich lassen wir das Kanu dümpeln und freuen uns, dass die Tiere so gar nicht scheu sind. Als sie, nach einer endlos scheinenden Zeit, wieder im Wald verschwunden sind, steigen wir aus dem Boot und sehen nach, ob wir hier einen brauchbaren Lagerplatz für die Nacht entdecken können. Leider Fehlanzeige.

 

Einmündung in den Lövsjö. Einmündung in den Lövsjö.
Es ist windstill geworden und wir genießen den abendlichen Zauber der Natur. Es ist windstill geworden und wir genießen den abendlichen Zauber der Natur.
Dunkler wird es nicht werden, aber im Dämmerlicht einen Lagerplatz zu finden kann sich mitunter recht schwer gestalten. Dunkler wird es nicht werden, aber im Dämmerlicht einen Lagerplatz zu finden kann sich mitunter recht schwer gestalten.

 

Nach weiteren sieben ruhigen Paddelkilometern finden wir auf einer kleinen Landzunge, kurz vor dem Ende des Lövsjö-Sees auf einer leichten Anhöhe, unseren Lagerplatz für diese Nacht, und was für ein schöner. Idealer Waldboden, weicher Untergrund, viele Kiefernnadeln. Im ewig dauernden Sonnenuntergang sehen wir ein letztes Mal die Bergspitzen Norwegens. Im Grunde sind wir ko. Aber da hilft kein Jammern, das Zelt muss aufgebaut werden und etwas essen müssen wir auch noch.

Sogar ein kleines Lagerfeuer gönnen wir uns noch. In Gedenken an den Waldbrand kippen wir zuerst mehrere Faltschachteln Wasser auf den Boden der Feuerstelle, ehe wir zündeln. Und bevor wir ins Zelt kriechen, löscht Frank die Glut mit weiteren großzügigen Wassergaben, die mehr als großzügig bemessen sind – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

 

Hier draußen bereitet alles ein bischen mehr Aufwand als Zuhause. Die Sicherung der Lebensmittel ist auf Tour immer ein Thema. Ameisen, Vögel, Mäuse und andere Tiere finden unser Essen nämlich genauso attraktiv wie wir selber. Also sollte Essbares immer sicher verpackt werden, auch wenn man noch so müde ist.

 

 

Gegenüber kann man schon den Lövsjöströmmen hören. Gegenüber kann man schon den Lövsjöströmmen hören.
Ein idealer Lagerplatz. Nur der Weg zum Wasser ist ein bischen mühsam ... Ein idealer Lagerplatz. Nur der Weg zum Wasser ist ein bischen mühsam ...
... dafür ist die Aussicht umso schöner. ... dafür ist die Aussicht umso schöner.

Tag 7    Lövsjön, Ockern, Sandviksjön

Weil dieser Platz soo schön ist und die Nächte nicht mehr dunkel werden, starten wir erst gegen 16 Uhr.

 

Nach einer halben Paddelstunde erreichen wir den Lövsjöströmmen. Einmal setzten wir auf einem Felsen auf, der einsam, hinterhältig und knapp unter der Wasserlinie im brodelnden Wasser versteckt auf vorbeifahrende Kanuten lauert. Dummerweise ist das Wasser rund um das Boot tief. Da heißt es Nerven behalten und keine falschen Bewegungen machen. Mit etwas Geduld paddeln wir uns frei. Inzwischen ist Wind aufgekommen.

 

Da sich der Himmel bedenklich verdunkelt, halten wir Ausschau nach einem geschützten Plätzchen an Land. Die ersten Blitze zucken über den Ockern (See). Bei Gewitter sollte man sich schleunigst an Land begeben. Gegen die heftigen Windböhen können wir kaum noch anpaddeln. Mit Anstrengung erreichen wir die erste Bucht. Kein guter Platz. Im windstillen Unterholz lauern abertausende von Blutsaugern. Wir holen die Regensachen aus unseren Packsäcken und setzen uns einfach ans Ufer. Nach zwei langen Stunden ist das Gewitter durchgezogen und die Abendsonne lugt vorsichtig durch die Wolken. Erleichtert steigen wir wieder ins Boot. Der recht kleine Ockern ist schnell durchquert, danach verjüngt sich das Gewässer und man paddelt knapp 15 Kilometer den schmalen Flusslauf des Hårkan, bis man den Sandviksjö (See) erreicht.

 

Eine Biberburg kurz vor Föllinge. Eine Biberburg kurz vor Föllinge.

 

Um 22 Uhr erreichen wir in der Höhe von Föllinge einen traumhaften Rastplatz. In der Ortschaft Föllinge, ca. 2,5 km entfernt, kann man Vorräte nachkaufen und ein Cafè besuchen, so man zu den Geschäftszeiten vorbeikommt. Seit wir es uns zur Gewohnheit gemacht haben, unterwegs vernünftig zu kochen, reisen wir viel entspannter und schaffen einiges an Strecke mehr. Nach lecker Labskaus und heißem, starkem Kaffee erkunden wir ein bischen die Umgebung.

 

Sogar zwei bequeme Holzstühle gab es hier! Sogar zwei bequeme Holzstühle gab es hier!
Dank gewisser Ordnung ist die Küchenabteilung schnell aus dem Boot geholt. Dank gewisser Ordnung ist die Küchenabteilung schnell aus dem Boot geholt.
Die hier ansässige Biberfamilie hat überall ihre Spuren hinterlassen. Die hier ansässige Biberfamilie hat überall ihre Spuren hinterlassen.

 

Als Frank das hiesige Plumpsklo aufsucht, hört er rumoren, kaum dass die Tür geschlossen ist. Es raschelte, raspelte und schabte neben dem Häuschen. Da hockte er nun im Dunkeln und draußen scheint der Teufel los zu sein. Des Rätsels Lösung ist eine üppige Biberpopulation, die sogar das Umfeld des Toilettenhäuschens für ihre Zwecke okkupiert hat.

 

Als Frank von seinem kleinen Abenteuer berichtet, gehe ich in Richtung Klo-Häuschen. Tatsächlich – es nagt und knuspert in der Nähe. Als ich neugierig näher heranschleiche, flieht der gestörte Biber mit einem tollkühnen Satz in den nächsten Graben. Mit Tierbeobachtung haben wir dieses Mal wirklich Glück, auch wenn dieser Meisternager meinem Fotoapparat entkam.

 

Die Sonne steht schon recht tief. Wir überlegen kurz, ob wir an diesem schönen Platz bleiben sollen. Wir könnten versuchen noch einen Blick auf die Biberfamilie zu erhaschen und Morgen sogar noch nach Föllinge laufen und dekadent frühstücken. Aber am Ende steigen wir doch wieder ins Boot, um heute noch ein Stück weiter zu kommen. Im Moment sieht das Wetter wieder gut aus, wer weiß, ob es so bleibt?

 

 

Dem Glücklichen schlägt im Schein der Mitternachtssonne wirklich keine Stunde. Dem Glücklichen schlägt im Schein der Mitternachtssonne wirklich keine Stunde.
Als wir wieder lospaddeln, begleitet uns ein Prachttaucher. Als wir wieder lospaddeln, begleitet uns ein Prachttaucher.
Näsforsen Näsforsen

 

Nach wenigen Kilometern auf dem Hårkan erreichen wir die nächste Umtragestelle, vor dem Wasserkraftwerk Näsforsen. Rechts neben dem Kraftwerk befindet sich die Aussatzstelle. Die 300 Meter sind mit dem Kanuwagen gut zu bewältigen. Es geht über den Damm, geradeaus über eine Wiese, an Hütten vorbei und links dem Straßenverlauf folgend steil bergab zur nächsten Einsatzstelle. Am Ufer mit seinem großzügigen Wiesenareal, könnte man etliche Zelte aufstellen. Hier befindet sich auch eine Rasthütte mit Tisch, Bänken und Feuerstelle, Brennholz und eine Trocken-Toilette. Der Blick auf die herabstürzenden Wassermassen und die hohen Felswände ist spektakulär.

 

Obwohl es schon sehr spät ist, müde sind wir schon lange, beschließen wir noch ein Stück weiter zu paddeln. Zum Glück hatten wir bereits eine ausgiebige Mahlzeit genießen können und so erschwert nur die Müdigkeit unsere weiteren Aktivitäten. Im Sandviksjön, so hoffen wir, lässt sich schnell ein hübsches Plätzchen finden. Inzwischen hat die Nacht ihre maximale Dunkelheit erreicht. Das Wasser ist spiegelblank und rosig überhaucht. Wenn man lange genug paddelt, erreicht man einen Zustand von Losgelöstheit und Trance. Weder Müdigkeit noch Kälte dringen ins Bewusstsein. Man vergisst Zeit und Raum.

 

Hinter dem Kraftwerk tost das Wasser mit gewaltiger Kraft in die Tiefe. Hinter dem Kraftwerk tost das Wasser mit gewaltiger Kraft in die Tiefe.
Ein Blick zurück auf den Rastplatz am Kraftwerk. Ein Blick zurück auf den Rastplatz am Kraftwerk.
Wir sind im Sandviksjön. Wir sind im Sandviksjön.
Als erstes kommt die Fresskiste an Land. Als erstes kommt die Fresskiste an Land.
Nachdem Wasser auf dem Kocher aufgesetzt ist, beginnt der Zeltaufbau. Nachdem Wasser auf dem Kocher aufgesetzt ist, beginnt der Zeltaufbau.

 

Irgendwann, es ist inzwischen früher Morgen, haben wir fast den gesamten Sandviksjön überquert und halten auf einer kleinen, sehr überschaubaren Insel. Dieser Platz war ein Tipp von Ove, dem Kanu-Vermieter gewesen. Unter den Kiefern liegt, auf dem Waldboden, ein altes, vergessenes Holzboot. Daneben ist Platz für das Zelt. Wir sind froh, dass wir den Platz gefunden haben. Das Entladen des Kanus und der Zeltaufbau gehen uns zügig von der Hand und obwohl es früher Morgen ist, schmeiße ich den Kocher an und koche Kaffee für uns. Morgen werden wir einen Ruhetag einlegen, schwören wir uns noch, bevor wir Einschlafen.

 

Tag 8

Heute ist ein Ruhetag, den wir auf unserem kleinen Inselchen genießen werden. Das Wetter ist wieder schön geworden, so, als wäre der gestrige Sturm nur ein kleiner Ausrutscher von Mutter Natur gewesen. Dass wir extremes Glück mit dem Wetter haben, ist uns durchaus bewusst. Was uns heute auch sehr erfreut, ist die Abwesenheit von Knot und Mücken.

 

Bei Licht nehmen wir unser Zuhause auf Zeit in Augenschein. In einer halben Stunde hat man die Insel der Länge nach bewandert. Die Breite, man lasse es im Schnitt gute 15 Meter sein, kann man bei seiner Wanderung vernachlässigen. Wir verbringen den Tag mit Lesen, Faulenzen in der Hängematte und kochen etwas aufwändiger, als die Tage vorher.

 

Den Teig für die Brötchen habe ich übrigens noch aus Orsa mitgeschleppt. Den Teig für die Brötchen habe ich übrigens noch aus Orsa mitgeschleppt.
Wer mag, findet unter dem Boot ein feines Plätzchen für eine Übernachtung. Wer mag, findet unter dem Boot ein feines Plätzchen für eine Übernachtung.
Die Hängematte eignet sich, neben dem Verwahren von Personen auch als nächtliches Depo für diverse Ausrüstungsgegenstände. Die Hängematte eignet sich, neben dem Verwahren von Personen auch als nächtliches Depo für diverse Ausrüstungsgegenstände.
Am Abend gab es ein nettes Lagerfeuer. Am Abend gab es ein nettes Lagerfeuer.
Klassischer Worscht-Griller. Klassischer Worscht-Griller.
Selten hat man beim Geschirrspülen einen so fantastischen Ausblick. Selten hat man beim Geschirrspülen einen so fantastischen Ausblick.
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Aktuelles

Heute, den 22. August, geht es auf den westlichen Teil des Svartälven.